Rentenversicherung – wichtiges Instrument in der Altersvorsorge

Wenn Sie heutzutage die Zeitung aufschlagen, dann lesen Sie im Gegensatz zu Norbert Blüms früherer Aussage, dass die Rente doch nicht sicher ist. Die Politik diskutiert nun vielmehr darüber, wie die in den nächsten Jahren drastisch zunehmende Altersarmut verhindert werden kann. Klar ist heute offenbar jedem Bürger, dass die staatlichen Rentenbezüge nicht mehr ausreichen. Damit der gewohnte Lebensstandard im Alter nicht zu stark sinkt, muss der Einzelne so frühzeitig wie möglich etwas dagegen tun. Der Staat hat das längst erkannt und fördert die Initiative des Bürgers, selbst vorzusorgen.

Staatliche Förderung für die Rentenversicherung
Die betriebliche Altersvorsorge ist ein interessantes Thema, wenn es Ihnen darum geht,
Fördermöglichkeiten des Staates mitauszuschöpfen.
Der Gesetzgeber hat es zur Pflicht erhoben, dass Arbeitgeber ihre Angestellten über die Vorsorge in diesem Bereich informieren. Die Unternehmen können zwischen fünf verschiedenen Durchführungswegen für die betriebliche Altersvorsorge ihrer Arbeitnehmer auswählen.
Eine Variante ist die Direktversicherung. Der Arbeitgeber schließt dabei eine Versicherung für den Arbeitnehmer ab. Das heißt, der Arbeitgeber ist der Versicherungsnehmer und der Mitarbeiter die versicherte Person.
Bei der Direktversicherung können die Beiträge durch den Arbeitgeber getragen werden oder aber der Arbeitnehmer wandelt einen bestimmten Anteil seines Gehaltes um und finanziert auf diese Weise die Beiträge.
Die Vorteile: Die Beiträge sind bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze steuer-und sozialversicherungsfrei.

Förderung durch die Riester- und Rüruprente
Seit dem Jahr 2001 gibt es die Möglichkeit, die nach dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester benannte Riester Rente in Anspruch zu nehmen.
Der Staat zahlt pro Jahr 154 Euro als sogenannte Grundzulage. Für jedes Kind kommen noch einmal 185 Euro hinzu, wenn generell ein Anspruch auf Kindergeld besteht.
Der Kreis, für den die Riester Rente gedacht ist, sind vor allem abhängig beschäftigte Arbeitnehmer.
Damit auch Selbstständige und freiberuflich Tätige in den Genuss einer geförderten Altersvorsorge kommen, gibt es seit 2005 die Rürup Rente.
Die Beiträge für die Versicherung werden entsprechend steuerlich gefördert.

Die klassischen Vorsorgeoptionen bleiben für Sie interessant
Die Kapitallebensversicherung ist eine solide und langfristig angelegte Option in der Altersvorsorge. Allerdings sinkt ab 2012 der Garantiezins bei Neuabschlüssen von bisher 2,25 auf 1,75, Prozent. Mit
ihrer sicheren Geldanlage in meist festverzinslichen Wertpapieren ist sie trotzdem nach wie vor beliebt. Ähnliches gilt für die private Rentenversicherungspolice. Sie kann sofort ausgezahlt werden, wenn ein Einmalbetrag geleistet wird. Danach zahlt die Gesellschaft eine monatliche Rente entsprechend des eingezahlten Beitrages aus.
Beim sogenannten aufgeschobenen privaten Rentenversicherungsvertrag können Sie zwischen einer einmaligen Kapitalauszahlung oder aber ebenfalls einer monatlich auszahlenden Rente wählen.

In jedem Fall lohnt es sich für Sie, fachlich kompetenten Rat einzuholen, bevor Sie die Entscheidung für eine individuell auf Sie zugeschnittene Variante in Ihrer privaten Vorsorge treffen.