Mit einer freiwilligen Versicherung können die Folgen von Naturkatastrophen (z.B. bei Hochwasser) – außer von Sturmfluten – abgefedert werden.

Berichte über Naturkatastrophen gehören in Europa seit ein paar Jahren fast schon zum Alltag. Überschwemmungen in Deutschland, Spanien und Großbritannien; Erdrutsche und Lawinenabgänge in Österreich und Norditalien.
Und nach den Naturgewalten immer wieder Menschen, deren Häuser zumindest vorübergehend unbewohnbar geworden sind und die vor dem finanziellen Aus stehen. Gegen die Unwetter kann man wenig tun, gegen die finanziellen Konsequenzen sehr wohl.

Dafür gibt es nämlich die sogenannte Versicherung gegen Elementargefahren. Obwohl politische Kräfte darauf drängen, diese Versicherung zur obligatorischen Pflicht für Haus- und Grundbesitzer zu machen, ist sie bislang noch freiwillig.

Welche Schäden durch Naturkatastrophen können abgesichert werden?

Keine Versicherung dieser Welt kann Schäden abwenden. Eine Versicherung gegen Elementargefahren kann jedoch die Folgen eines Schadensfalles abfedern. Gegen folgende Elementargewalten können Sie sich versichern:

  • Hochwasser und Überschwemmungen
  • Lawinen
  • Schneedruck
  • Erdbeben
  • Erdrutsch
  • Erdfall
  • Vulkanausbruch

Lediglich Schäden, die durch eine Sturmflut entstehen, können nicht versichert werden. Eine Sturmflut gilt als „höhere Gewalt“ und ist grundsätzlich nicht versicherungsfähig.

 

Wer sollte sich freiwillig gegen Naturkatastrophen versichern?

Versicherungen gegen Elementargefahren sind nicht ganz billig.
Andererseits aber kann fehlender Versicherungsschutz in gefährdeten Gebieten teuer zu stehen kommen. Wer in einem Haus am Fuße eines Berges oder in unmittelbarer Nähe eines Flusses wohnt, der trägt ganz offensichtlich ein erhöhtes Risiko. Doch oft lauern Gefahren auch dort, wo man sie nicht vermutet.

In Regionen etwa, in denen einst Bergbau betrieben wurde, kann es heute noch ganz plötzlich zu einem Erdfall kommen, der ein riesiges Loch aufreißt. Wenn „nur“ die Garage oder ein Teil des Gartens darin versinken, hat der Hausbesitzer fast noch Glück gehabt!
Um das Gefahrenpotenzial für das eigene Haus realistisch einschätzen zu können, sollten im Zweifelsfall Informationen von der Verwaltung, etwa dem Stadtamt oder der zuständigen Abteilung im Gemeinderatsamt, eingeholt werden.

 

Wo kann man sich gegen Elementargefahren versichern?

Haus und Wohnungsbesitzer, die mit ihrer bisherigen Hausrats- und/oder Gebäudeversicherung zufrieden sind, wenden sich an ihren bewährten Versicherer.
Der Kundenservice oder der persönliche Vertreter der Versicherung wird gern die Produkte zur Vorsorge vorstellen und einen Termin zur Beratung vereinbaren.
Falls Ihre bestehende Versicherung keine freiwillige Vorsorge gegen Elementargefahren anbietet, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken.

 

Der Fall des Falls ist eingetreten. Was nun?

Wenn der Versicherungsfall eintritt, muss die Versicherung umgehend informiert und der Schaden gemeldet werden.
Darüber hinaus sollte der Versicherungsnehmer alles tun, um den Schaden möglichst genau zu dokumentieren. Das gilt vor allem dann ganz besonders, wenn sich die Situation nach der ersten Schadensmeldung noch weiter verschlechtert.

Wer seiner Versicherung zunächst „Keller unter Wasser“ meldet, im Laufe der Nacht dann aber Wasser im Haus selbst hat, sollte das zum Beispiel fotografieren. So wird es später auch für die Versicherung einfacher, das Ausmaß des Schadens zu ermessen und die entsprechenden Leistungen zu bewilligen.