Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen heutzutage immer weniger der entstehenden Kosten. Gerade beim Krankenhausaufenthalt oder beim Zahnarztbesuch muss viel aus der eigenen Kasse bezahlt werden. Doch ist der Wechsel zu einer privaten Krankenkasse tatsächlich auch finanziell ein Gewinn? Immerhin sind die Beiträge dafür nicht vom Gehalt abhängig, sondern vom Alter und Gesundheitszustand des Versicherten bei Vertragsabschluss. Eine kostenlose Mitversicherung der nahen Familienangehörigen ist allerdings nicht möglich.

Der Besuch beim Zahnarzt wird immer öfter nicht nur wegen allgemeinen Behandlungsängsten sondern auch aus finanziellen Gründen hinaus geschoben. Beim Arztbesuch werden ebenfalls jedes Quartal zehn Euro fällig, die Kosten für Medikamente nicht mitgerechnet. Selbst Vorsorgeuntersuchungen werden nur noch bedingt bezahlt. Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen fragen sich, was sie gegen die steigenden Kosten unternehmen können. Verschiedene Zusatzversicherungen, die man entweder direkt bei der Krankenkasse oder aber bei anderen Versicherungsgesellschaften abschließen kann, sind eine Möglichkeit. Auch der Wechsel zu einer privaten Krankenkasse wird dabei in Betracht gezogen. Dieser ist jedoch nicht immer möglich, dazu muss ein jährliches Mindestgehalt erreicht werden. Auch können die privaten Kassen Mitglieder ablehnen, die eine schwere chronische Krankheit haben. Hinzu kommt, dass ein Wechsel zurück zu einer gesetzlichen Kasse nicht ohne weiteres möglich ist. Man sollte sich diese Entscheidung also gut überlegen.

Sind private Krankenversicherungen zu empfehlen?

Wenn Sie Mitglied einer privaten Krankenversicherung sind, ergeben sich daraus ohne Zweifel viele Vorteile für Sie. Für Singles, die jung und gesund sind und ein gutes Einkommen haben, lohnt es sich sogar finanziell. Die Kosten für die Versicherung sind abhängig von Ihrem Einkommen, Ihrem Gesundheitszustand und von dem gewählten Versicherungsmodul. Auch Alter und Geschlecht spielen eine Rolle bei der Beitragsermittlung. Bei allen medizinischen Behandlungen werden Ihnen die Kosten dafür vorläufig selbst in Rechnung gestellt, die Krankenkasse übernimmt diese dann nachträglich, meist in voller Höhe. Auch das ist abhängig von dem gewählten Versicherungsmodul. Dieses können Sie Ihren persönlichen Verhältnissen anpassen, wenn sich Änderungen ergeben. Als Privatpatient sind Sie in jeder Praxis Willkommen, manche Praxen behandeln inzwischen sogar nur noch privat Versicherte. Sie haben also freie Arztwahl, auch Heilpraktiker und andere neumodische Behandlungsformen werden unterstützt. Bei einem Krankenhausaufenthalt können Sie Chefarztbehandlungen anfordern und bekommen ein eigenes Zimmer. Dies gilt jedoch nur, wenn genügend freie Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Auch Zahnersatzkosten werden übernommen, genauso wie die Kosten für regelmäßige Zahnreinigungen und eine optimale Kariesbehandlung, mit Kunststofffüllungen. Gesetzliche Krankenversicherungen zahlen nur noch Manganfüllungen, die umstritten sind und nicht mehr von jedem Zahnarzt gemacht werden. Im Bereich der Vorsorge ergeben sich für Privatpatienten ebenfalls viele Vorteile, auch hier werden einige Untersuchungen von der Kasse bezahlt, die die gesetzlichen Kassen nicht übernehmen. Mit Zusatzversicherungen, neben einer gesetzlichen Versicherung, können Sie sich jedoch ebenfalls medizinisch besser absichern und der Ausstieg aus der Versicherung ist kein Problem.